Keilergeschichten: Ein unerwarteter Saisonstart

Wilken Krending ist im Oktober in die Drückjagdsaison gestartet, wie es sich ein Saujäger schöner nicht erträumen könnte. Für SAUJAGD berichtet er über sein Keilererlebnis.

Ein unerwarteter Saisonstart
von Wilken Krending 

Jedes Jahr aufs Neue beginnen in vielen Revieren ab Oktober die Drückjagden auf Schwarzwild. Der Jäger hofft dann in der Gunst der Jagdgöttin Diana zu stehen, um auf der einen oder anderen Jagd die im Schießkino erprobte Jagdszene in der Praxis entfalten zu können. Ob dies nun die wie an einer Perlenschnur gereihte Rotte ist oder der vertraut anwachselnde Überläufer, ist abhängig von den persönlichen Präferenzen sowie insbesondere auch der Erfahrung und Schießfertigkeit des einzelnen Jägers. In meinem Falle traf keiner der genannten Fälle zu. Es kam viel aufregender!

Das folgende Jagderlebnis fand bei der ersten Jagd in der Region meines Heimatortes statt. Diese Jagd erfolgt jedes Jahr bereits sehr früh gegen Mitte/Ende Oktober. Die Begründung liegt darin, dass in dem Waldgebiet ein nicht unwesentlicher Teil aus Laubholz besteht. Wenn das Laub von den Bäumen gefallen ist, „verdrücken“ sich die Sauen dann häufig in Gebiete mit höherem Nadelholzanteil zurück. Freilich besteht die Gefahr bei solch einem frühen Jagdtermin darin, dass die Sauen im noch nicht abgeernteten Mais liegen. Dieser war zu der Zeit aber bereits abgeerntet, sodass die Jagdherren positiv gestimmt waren.

So eine riesige Sau hatte ich bei uns noch nie gesehen.“

Die Waffen sind vielversprechend

Das Wetter an jenem Tage war äußerst angenehm. Weder Regen noch Wind erschwerten den Schützen, Treibern und Hunden den Ablauf des Geschehens. Mein Platz befand sich an einem kleinen Hang. Rechts von mir war überwiegend Hochholz, links Buchenverjüngung. Die Buchenverjüngung wurde von einem kleinen Waldweg, inkl. Wendeplatz durchschnitten, den ich aber dank meiner höheren Position einsehen konnte. Nach ca. 1,5 Stunden kam aus Richtung dieser Buchendickung lautes Hundegebell. Während sich das Gebell noch in etwas weiterer Entfernung befand, trat plötzlich eine riesige Sau auf den ca. 80m entfernten Wendeplatz. Nach kurzem Verweilen wechselte sie in die links von mir gelegene Buchenverjüngung.

Der kurze Augenblick reichte gerade so, diese Sau als dicken Bassen anzusprechen. Da der inzwischen auch den Schauplatz erreichte Hund mit lautem Gebell eine von mir wegführende Richtung einschlug, hatte ich schon fast die Hoffnung verloren. Ein paar Minuten später kündigte sich allerdings mit lautem Krachen und Wackeln im Busch etwas Mächtiges an, was direkt auf meine Position zu wechselte. Der alte Haudegen hat es offenbar geschafft, den Verfolger auf die falsche Fährte zu führen. Weit konnte ich nicht schauen, sodass ich mit rasendem Herzen und dem Adrenalin gefüllten Körper nur abwarten konnte. Alles andere außen rum war vergessen, alles fokussierte sich auf das kleine Areal vor mir.

Ein wahrer Basse

Gleich musste es soweit sein! Erst auf ca. 15m konnte ich plötzlich die Sau mit ihren hell glänzenden Waffen erblicken. Der Basse muss ebenfalls Lunte gerochen haben, denn er stoppte kurz nachdem wir uns quasi „Auge in Auge“ gegenüberstanden. Da damit zu rechnen war, dass der Keiler wohlmöglich gleich Kehrt machen würde, war keine Zeit auf eine wie im Bilderbuch breitstehende Position zu warten – in diesem undurchsichtigen Gestrüpp alle mal nicht. Handlung war gefragt! So schlug stattdessen das 9,3×62 Teilmantel-Rundkopf-Geschoss spitz von vorne, aber dafür umso wirkungsvoller, in den Wildkörper ein. Der Keiler wendete darauf hin, lief auf seiner Fährte zurück, um dann nach ca. 20m ohne Schlägeln das Zeitliche zu Segnen. Die Kugel hatte voll „im Leben“ gesessen.

Nachdem das Treiben beendet war, betrachtete ich meine Beute. So eine riesige Sau hatte ich noch nie bei uns in Natur gesehen. Als der Keiler mit dem Traktor geborgen worden war, bestätigte sich dann auch der bereits mit dem Auge sehr schwer geschätzte Wildkörper. 104 kg aufgebrochen! Der Keiler wurde später im Schlachthaus auf ca. drei Jahre geschätzt, was angesichts des Alters im Verhältnis zum Gewicht für das reichliche Nahrungsangebot der Region spricht. Abends wurde der Keiler dann noch kräftig totgetrunken. So einen Saisonstart erlebt man wohl sein Leben nicht wieder!

       

Wir bedanken uns bei Wilken für sein spannendes und unterhaltsames Jagderlebnis.

Ein blutiges Handwerk. Warum Jagd auch heute gesellschaftsfähig ist.


Unsere Gesellschaft befindet sich in einer Zeit, in der Tier- und Umweltschutz immer bedeutender und die Akzeptanz der Jagd immer geringer zu werden scheint. Wir behaupten, dass die Jagd kein Rudiment der Steinzeit ist, sondern heute mehr als jemals zuvor in unsere Gesellschaft passt.

Ein blutiges Handwerk
Dass Jagd blutig ist, wird kein Jäger abstreiten können. Wir töten Wildtiere und weiden diese aus. Aufgrund dessen müssen wir uns von überzeugten Jagdgegnern als grausam, abartig oder gar pervers betiteln lassen. Viele vergessen dabei allerdings, dass uns der Tod eines Stückes keineswegs egal ist. Durch Jagdausübung im gesetzlich vorgegeben Rahmen und Brauchtümer wie dem letzten Bissen, das Streckelegen oder das Verblasen werden die Tiere nicht – wie oftmals behauptet – verhöhnt, sondern ihnen wird Respekt gewährt und Ehre erwiesen.

Jagd ist die artgerechteste Fleischproduktion
Für eine letzte Ehre ist in modernen Schlachtbetrieben keine Zeit. Auf einem industriellen Schlachthof werden stündlich rund 1500 Schweine getötet. Die Tiere sind hier weit davon entfernt, überhaupt als Lebewesen angesehen zu werden. “Naja”, könnte man denken, “immerhin haben die Tiere vorher ein schönes Leben gehabt”. Doch auch hier muss man jene Träumer leider enttäuschen: Schweine werden in verhältnismäßig kleinen Boxen gehalten und sehen zudem so gut wie kein Tageslicht. Ziel der Schweinehaltung ist es schließlich nicht, den Lebensraum des Tieres so angenehm wie möglich zu gestalten, sondern möglichst viele Schweine zu vermarkten.

Während ein Schlachtbetrieb auf diese Weise jährlich circa 3,5 Millionen Tiere tötet, ist der Ansatz der Jagd ein anderer. Als Jäger sieht man jedes Wildtier als Lebewesen an und weiß dieses zu würdigen. Und auch das Leben eines Wildschweins oder Rehs, ehe sie auf dem Teller landen, ist ein anderes. Im Gegensatz zum Mastschwein leben sie mit Artgenossen in freier Wildbahn und können sich grenzenlos bewegen. Wenn auch hier letztlich der Tod auf sie wartet, so erlebten sie bis hierhin aber ein nahezu stressfreies Leben. Ein romantisches Bild, das so allerdings der Realität entspricht.

Vergleicht man die Jagd also mit konventioneller Fleischproduktion, so ist Jagd nicht nur die wesentlich artgerechtere Variante, sondern liefert zudem ein völlig unbehandeltes Fleisch in Öko-Qualität. Mit dieser Feststellung soll die klassische Tierzucht keineswegs an den Pranger gestellt werden. Allerdings mag es den einen oder anderen Jäger doch verwundern, wenn bei dem engagierten Vorstadt-Jagdgegner ein saftiges Schnitzel auf dem Speiseplan zu finden ist.

Das Imageproblem ist hausgemacht  
Wir Jäger werden demnach den höchsten ethischen und ökologischen Ansprüchen unserer Gesellschaft an die Fleischherstellung gerecht. Wieso ist unser Image dann aber so unverhältnismäßig schlecht? Die Jagdverbände sehen im Jäger primär den Naturschützer. Aber einmal ehrlich: Wer hat seinen Jagdschein aus der Intention heraus gemacht, Naturschützer zu werden? Das dürften wohl die wenigsten sein. Der Reiz liegt vielmehr darin, sich als Jäger als Teil der wilden Natur zu fühlen und sich durch das Nachstellen und Erlegen des Wildes den Urinstinkten hinzugeben und letztlich sein eigenes, ökologisches Lebensmittel zu produzieren. Damit erscheint die Jagd alles andere als grausam oder abartig: Sie ist das Gegenstück einer zunehmend industrialisierten Lebenswelt und somit in Zeiten eines regionalen, naturverbundenen Bewusstseins wahrscheinlich moderner als jemals zuvor.

Der Traum vom polnischen Keiler

Drückjagden in Polen erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Stetig wachsende Bestände und ein vergleichsweise günstiges Preis-/Leistungsverhältnis locken Jäger aus aller Welt. Wir haben die Angebote von drei deutschen Jagdvermittlern verglichen.

Viele Saujäger träumen davon, eine organisierte Drückjagd im Ausland mitzumachen. Und einmal ehrlich, wer bekommt bei diesen Gedanken kein Jagdfieber? Drei bis vier Tage dreht sich alles um Jagd. Man kommt in den Genuss einer unberührten Natur, ist von einem hohen Wildvorkommen erstaunt, erlebt viele spannende Jagdgeschichten und zu guter letzt erzielt man auch noch eine Strecke, die in heimischen Revieren gar nicht denkbar wäre. Das Jagdbüro Kahle, K&K Premium Jagd sowie Westfalia Jagdreisen sind in Sachen Auslandsjagd die deutschen Platzhirsche. Aber was bekommt man für sein Geld?

Jagdbüro Kahle
Das Jagdbüro Kahle unter Leitung von Jörg Eberitsch bietet seit einigen Jahren Ansitzdrückjagden in Pommern und den Mausern an. Dabei setzt der Vermittler grundsätzlich auf Pauschalpreise. Bei vier Tagen Drückjagd mit einer Gruppe von 10-12 Personen muss jeder Teilnehmer seine Geldbörse um etwa 2.000 € leeren. Dafür ist der Abschuss von Frischlingen, Überläufern, Keilern jeder Stärke und anderer Wildarten inklusive. Die fünftägige Unterkunft im Doppelzimmer, Verpflegung sowie Revierfahrten sind in diesem Preis ebenfalls enthalten. Wer sich kurzfristig für eine Jagdreise entscheiden kann, erhält eventuell sogar kräftige Nachlässe. Auf der Internetseite des Jagdbüros Kahle finden sich alle aktuellen Drückjagdangebote.

Westfalia Jagdreisen
Der Mönchengladbacher Jagdreisenvermittler Westfalia lockt ebenfalls mit einem “All-Inclusive” Angebot. Für rund 1.800 € kann man sein Glück an drei Jagdtagen in Vorpommern versuchen. In dem 16.000 ha großen Revier sind ebenfalls alle Abschüsse von Schwarzwild, Rehwild und Rotkahlwild im Preis enthalten. Der Abschuss von Hirschen ist auch möglich, wird jedoch über die Preisliste abgerechnet. Zusätzlich spricht der Vermittler eine Garantie aus: Erreicht eine Gruppe von mindestens zehn Jägern keine Gesamtstrecke von 25 Stück Wild, werden pro fehlendem Stück 150 € erlassen (ein Schussverhältnis von 1:3 vorausgesetzt). Westfalia scheint demnach von diesem nord-westlich in Polen gelegen Revier sehr überzeugt zu sein.
Internetseite von Westfalia Jagdreisen

K&K Premium Jagd
K&K wurde im Jahr 2006 vom ehemaligen Geschäftsführer von Kettner Kai-Uwe Kühl gegründet und ist damit ein noch recht junger Jagdvermittler. Dennoch behauptet K&K von sich, nur sehr hochwertige Reviere im Bestand zu haben. Drei Tage Drückjagd in Polen mit vier Übernachtungen und Vollpension kosten bei K&K 1.200 €. Das Angebot bezieht sich auf die rund 20.000 ha großen Reviere Ruszow und Piensk, die etwa 30 km nördlich von Görlitz liegen. Im Gegensatz zu den anderen Angeboten müssen die erlegten Stücke allerdings nach Liste bezahlt werden.

Schwarzwild (November 2012)

Allgemein
bis 30 kg = 108,- €
30 – 50 kg = 218,- €
50 – 70 kg = 358,- €
70 – 80 kg = 468,- €
über 80 kg = 618,- € (Bachen)

Keiler
14 – 16 cm = 598,- €
16 – 20 cm = 638,- € + 17,50 €/mm > 16 cm
20 cm = 1.348 € + 20,40 €/mm > 20 cm

Internetseite von K&K Premium Jagd

Pauschal oder nach Liste?
So manch ambitionierter Drückjagdfreund fragt sich, ob man Pauschalangebote wahrnehmen sollte oder doch lieber den Weg über die Abrechnung nach erlegten Stücken gehen sollte.
Der Vorteil einer Pauschalreise liegt auf der Hand: Ich weiß genau, was finanziell auf mich zukommt und muss im Zweifel nicht nach jedem Jagdtag den Taschenrechner zücken. Allerdings gehen Jagdreiseveranstalter davon aus, dass bei einer Gruppe von 10 Personen maximal fünf Jäger auf ihre Kosten kommen und lediglich ein bis zwei günstiger als bei einer Einzelberechnung davonkommen. Nüchtern ausgedrückt: Es ist nicht ganz unwahrscheinlich, dass man bei einer Pauschaljagd letztlich sogar draufzahlt. Drückjagdexperte György Seregélyes von Sevako (bekannt aus Schwarzwildfieber) teilte uns auf Rückfrage mit, dass wirkliche Premiumreviere zudem gar keine Pauschaljagden anbieten oder diese mit Preisen jenseits der 5.000 € pro Jäger sehr teuer seien.

Fazit
Alle drei Angebote liegen (inklusive Abschuss) in einer Preisregion um 2.000 €. Die Entscheidung, welcher Veranstalter zu wählen ist und ob pauschal oder nach Stück abgerechnet werden soll, muss letztlich jeder für sich treffen. Es würde zu kurz kommen, Pauschaljagden per se als schlecht zu bezeichnen und solche nach Liste grundsätzlich als besser. Sie sollten dem Jagdvermittler jedoch Ihre genauen Wünsche und Vorstellungen nennen. Obwohl das Jagdbüro Kahle und Westfalia Jagdreisen mit ihren Pauschalangeboten werben, können bei beiden auch Drückjagden nach Einzelabrechnung gebucht werden.

Ein sauguter Typ

Dennis Nothdurft (27) ist Meuteführer aus dem Landkreis Hildesheim in Südniedersachsen. Eine Berufung, die viel Zeit und Schweiß kostet und bei der eines sicher zu sein scheint: Langeweile, die gibt es bei der Saujagd nicht.

Redaktion: Dennis, wie und wann bist Du überhaupt zur Jagd gekommen?
Dennis: Zur Jagd bin ich im Prinzip durch den Pächter des Reviers in unserem Dorf gekommen. Mit 14 Jahren bin ich regelmäßig mit ihm auf Ansitz gegangen und habe meine Passion für die Jagd entdeckt. Den Jagdschein habe ich allerdings erst 2007 gemacht.

Redaktion: Seit wann hast Du deine Meute?
Dennis: Meinen ersten Hund (Spike, Jack Russel Terrier) bekam ich mit 16. Dann kam ein Jahr später mein Deutsch Kurzhaar Andor dazu. Im Laufe der Jahre schaffte ich mir noch eine Bracke und weitere Terrier an, sodass es zurzeit 9 Hunde sind.

Die Arbeit als Meuteführer ist anstrengend

Redaktion:  Und seit wann bist du mit deiner Meute regelmäßig unterwegs?
Dennis: Ich bin mit meiner Meute eigentlich seit 2005 aktiv. Davor war ich mit Spike und Andor aber auch schon als “Zweierteam” unterwegs.

Redaktion: Auf wie vielen Jagden seid Ihr im Jahr? Und wie ist das Verhältnis von “klassischen” Waldjagden zu Maisjagden?
Dennis: Wir sind auf ca. 35 bis 40 Jagden im Jahr. Das Verhältnis von Jagden im Mais und im Wald hat sich allerdings eher in Richtung Mais verlagert. Als ich im Jahr 2005 mit meiner Meute los zog, gab es wesentlich weniger Maisjagden. Durch den erhöhten Anbau von Mais für regenerative Zwecke wird es wahrscheinlich auch so bleiben, dass ich mehr im Mais als im Wald unterwegs sein werde.

Redaktion: Wie würdest Du das Risiko als Hundeführer beschreiben?
Dennis: Als Meuteführer ist das Risiko im Vergleich zum Jäger doch um einiges höher, von einer Sau geschlagen zu werden. Wenn du durch den Busch gehst und die Hunde plötzlich ein Stück stellen, dann musst du als Meuteführer in der Lage sein, die Situation zu erkennen und beherzt einzugreifen. Kranke Sauen sind nun mal unberechenbar. Während der Jäger das alles von seinem Drückjagdbock beobachtet, sind wir eben mitten drin, statt nur dabei.

Redaktion: Was reizt Dich an der Arbeit als Meuteführer?
Dennis: Die Arbeit mit den Hunden! Es ist einfach toll zu sehen, was neun Hunde so alles in der Meute leisten. Außerdem kommt man in Deutschland viel herum und lernt immer wieder nette Menschen kennen.

Dennis Nothdurft wartet auf seine Hunde

Redaktion: Wie schaffst du es eigentlich, die Hunde während der Jagd beisammen zu halten?

Dennis: Das ist eigentlich kein Problem. Wenn man sich mit den Hunden viel beschäftigt und von sie klein auf mit in der Meute jagen lässt, bekommen sie von ganz allein eine enge Führerbindung. So klappt es auf jeden Fall bei uns.

Redaktion: Was war deine bisher größte Strecke, die du miterlebt hast?
Dennis: Das waren so um die 80 Kreaturen in der Nähe von Springe. Hauptsächlich Sauen und einige Stück Damwild und Muffelwild. Es ist wirklich eine sehr interessante Jagd, bei der ich übrigens auch mehrmals im Jahr aktiv bin.

Redaktion: Welchen Jagdtraum hast Du?
Dennis: Irgendwann einmal einen reifen Dammhirsch zu erlegen.

Redaktion: Die letzte Frage: Bier, Wein oder Whiskey?
Dennis: Jim Beam Cola! Aber auch gerne ein oder zwei Biere.

Mehr über Dennis Nothdurft und Stöberhunde Landwehr finden Sie auf seiner Facebook-Seite

 

Saujagd: Spannung, Leidenschaft, Freude.

Die Hunde geben Spurlaut. Sie kommen näher. Man macht sich bereit und spürt das Herz schlagen. Das Rascheln des Laubs zur Richtungsorientierung stellt jeden anderen Gedanken in den Schatten. Die Informationen verblassen und der Fokus richtet sich einzig und allein auf das Geschehen. Die erste Sau wird erblickt und es herrscht Gewissheit. Man weiß nun, was zu tun ist. Danach fühlt man sich wie berauscht. Die Hand zittert und doch klaren die Gedanken auf. Obwohl man den Bewegungsablauf kennt, wirkte in dieser Situation alles so anders, so neu.

Die Saujagd ist eine ganz besondere Art der Jagd. Ob beim Ansitz an der Kirrung, im Feld oder bei der Drückjagd: kaum eine Wildart zieht den Jäger so in seinen Bann wie die Schwarzkittel. Mit der Jagd auf Sauen lassen sich Spannung, Freude, Leidenschaft, Enttäuschung und viele weitere Gefühlsmomente verbinden. Aus genau diesem Grund möchten wir innovative Produkte, spannende Jagderlebnisse und informative Testberichte rund um die Schwarzwildjagd mit all denjenigen teilen, die sich ebenso für diese ganz besondere Wildart begeistern lassen.

 

Transport von Waffen

Ein wahrer Dauerbrenner unter den rechtlichen Fragen ist das Thema rund um den Transport bzw. das Führen von Waffen. Wann darf ich die Waffe führen? Wann transportiere ich sie? Und wann muss ich das Futteral abschließen? Auf all diese Fragen möchten wir eine Antwort geben.

Jagdlich & nicht jagdlich
Grundsätzlich muss erst einmal dazwischen unterschieden werden, was man mit der Waffe macht. Wird die Waffe in einem (primär) jagdlichen Zusammenhang befördert oder nicht? Zu der Kategorie des nicht jagdlichen Zusammenhangs zählt beispielsweise das Schießen auf dem Schießstand. Bei der Beförderung zu Schießstätten, dem Büchsenmacher oder ähnlichem muss die Waffe nicht schussbereit und nicht zugriffsbereit transportiert werden (§ 12 III Nr. 2 WaffG). Unter diesen beiden Begriffen lässt sich viel vermuten, sodass der Gesetzgeber sie konkret definiert hat:

nicht schussbereit = ungeladen

nicht zugriffsbereit = in einem verschlossenen Behältnis

Sofern ich also zum Schießstand oder zum Büchsenmacher fahre, hat die Waffe in einem verschlossenen Behältnis (z.B. Futteral) zu sein. Außerdem darf die Waffe nur zu einem konkreten, nachvollziehbaren Zweck transportiert werden. Auch wenn ich die Waffe entsprechend verschließe, ist der Gang zum Frisör damit nicht erlaubt.

Führen auf dem Weg zur Jagdausübung
Bei der Jagdausübung sind die Vorgaben nicht so streng. Auf dem Weg zur Jagdausübung (z.B. Revier) darf die Waffe ungeladen geführt werden. Dies bedeutet, dass man sie weder in einem Futteral noch verschlossen transportieren muss. Man darf die Waffe auf dem Weg ins Revier praktisch am Körper bei sich führen – allerdings jederzeit ungeladen! Der Begriff der Jagdausübung ist hier zudem sehr weit gefasst. Dazu zählen: Das Ein- und Anschießen im Revier, die Ausbildung von Jagdhunden und der Jagd- sowie Forstschutz (vgl. § 13 VI WaffG).
Im Revier selbst ist das geladene Führen nach dem Waffengesetz dann auch erlaubt. Allerdings sollte man dabei auf die Unfallverhütungsvorschriften achten. Ein Unfall beim Besteigen der Kanzel mit geladener Waffe kann bei Ansprüchen gegen die Versicherung schnell zu Problemen führen.

In diesem Sinne,

Waidmannsheil.